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Frage nicht «WARUM? » frag lieber «WOZU? »

Hallo Ihr Lieben

Diesmal beginne ich mit einem Zitat von Christo Forster:


Dein bestes Ich ist nicht dein perfektes Ich.

Dein bestes Ich macht das, was es kann, mit dem, was es hat, da, wo es ist.


Ich war auf dem Jakobsweg in Frankreich und habe in der Einsamkeit der Felder und Wälder einen Fuss vor den anderen gesetzt. Von Tag zu Tag wurden die Gedanken langsamer. Was war wirklich wichtig? Ein Bett zum Übernachten, etwas zu Essen und zu Trinken. Kleidung und am besten wenig Gepäck. Doch davon werde ich Euch ein anderes Mal berichten. Heute beginne ich mit der Frage:

WARUM?

Christina©balanceYou!-LebeJetzt!

Mit dieser Frage löchern Kinder ihre Eltern seit Generationen. Die pure Neugier aufs Leben. Sie bleiben dran! Wollen die Welt verstehen - Zusammenhänge erkennen, Wissen sammeln und spüren, was wirklich wichtig ist?

 

Wenn wir Erwachsenen diese Frage stellen, gehen wir mit ihr meist in die Vergangenheit. Als Opfer einer schwierigen Situation suchen wir einen Schuldigen.

 

Diese Gedanken hören sich in etwa so an: „Warum bin ich nur so blöööd, doofff, naiv… gewesen und habe meinem Partner, Freund vertraut?“ Unser Verstand plappert, schimpft, und bringt uns so auf den direkten Weg ins emotionale Dramaland. Dabei war es vielleicht nur ein blöder Gedanke, der Fahrt aufgenommen hat, um dir weitere Beispiele für dein Unvermögen an den Kopf zu werfen. Dem «Warum» folgen häufig die generalisierenden Wörter: immer, nie, ständig, dauernd, alle, ausgerechnet, niemals, niemand, keiner, keine, jeder, jedes Mal, wenn…


So manifestieren sich neue Glaubenssätze der Selbstanklage

und entziehen dir die Freiheit deines Herzens.


Es gibt nur noch Opfer und Täter, schwarz und weiss in dieser bösen, weiten Welt. Die Gedanken kreisen, suchen immer neue Entschuldigungen oder Gründe dafür in der Vergangenheit, vielleicht sogar in der Kindheit. Oft klagen wir dabei nicht nur uns selbst, sondern auch noch die anderen an und setzen Sie zu uns auf die Anklagebank. Kleine Konflikte werden zu Schlachtfeldern. Auf dieser Basis ist kaum noch ein normales, emphatisches Gespräch möglich. Das kostet Energie und deine Stimmung wird immer schlechter. Vielleicht gesellen sich als I-Tüpfelchen noch Scham- und Schuldgefühlen dazu.

Wenn du nun statt der Frage «Warum?» nach dem «Wozu?» fragst verändert sich der Weg deiner Gedanken. Du suchst nach Lösungen, Veränderung oder einem Kompromiss. Ein kleines Wort ändert so deine Sichtweise, aus der Vergangenheit in Richtung Zukunft.

 

Wozu ist mir das passiert? Was kann ich daraus lernen, wo ist der Nutzen? Wozu hat mir diese Erfahrung gedient, wenn ich auf meinem Lebensweg weiter gehe? Wozu war es nötig mit dem Partner oder Freund in einen Streit zu geraten? Was hat es aufgewühlt, um verändert zu werden? Wozu war dies Erfahrung nötig?

 

Vielleicht war es ein Anstoss, um zu erkennen, dass ihr wieder mehr Zeit miteinander verbringen wollt oder dass der eine nach der Arbeit Ruhe zum Entspannen braucht und der andere Bewegung.

 

Mit dieser neunen Erkenntnis geht ihr aufeinander zu, um miteinander zu verändern und neu zu gestalten. Du wirst in der Zukunft wahrhaftiger sein, statt dem Freund, Nachbarn, wem auch immer Vorwürfe an den Kopf zu knallen, wenn er nach der Arbeit faul auf dem Sofa sitzt oder eine andere Meinung hat.

 

Das «wozu?» lässt uns in einer Freundschaft, im Beruf echter, ehrlich werden. Eine Weiterentwicklung wird möglich. Mit dem «Warum?» suchen du einen Schuldigen oder eine Begründung etwa zu beenden.


Frage nicht «WARUM? » frag lieber «WOZU? »


Manchmal wird es auf dein «Warum?» keine Antwort mehr geben, weil die Frage unser Wissen übersteigt, wir nicht alle Fakten kennen. Manchmal stellen wir die Frage zu spät, weil wir Angst vor der Antwort hatten. Der Mensch lebt mittlerweile 7000km weit entfernt oder ist verstorben. Diese offenen Fragen rauben uns Lebenszeit, weil sich ein Gefühl der Ohnmacht breitmacht.

 

In diesem Fall bleibt uns nur die Möglichkeit zu akzeptieren- das Geschehene anzunehmen, mit dem Wissen die Antwort nie zu erfahren. Sonst bleiben wir in der düsteren Vergangenheit stecken.

 

Christina©balanceYou!-Love

 

Herzliche Grüsse

Christina


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