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Zwischen den Jahren eine weitere Etappe auf dem Jakobsweg

Heute Morgen als ich die Rollladen ganz aufmachte, strahlte mir ein blauer Himmel entgegen. Diese Überraschung Sonnenschein- wie wunderbar! Sofort war mir klar- ich will an die frische Luft- raus in die Natur, um neue Wege zu gehen.

 

Schon seit ein paar Tagen spukte der Gedanke in mir eine weitere Etappe des Jakobswegs zu gehen. Also warum nicht? Von zu Hause nach Rapperswil war so spontan definitiv zu weit. Ich überflog die Internetseite und las von Pfäffikon nach Rapperswil braucht man im Durchschnitt 6 Stunden. So entschied ich in Wetzikon zu starten. Da ich dort den Weg nicht direkt fand, landet ich bei dieser schönen, alten Kirche, was jedoch definitiv Zeit kostete.

Dazu kam eine Streckenblockierung bei der SBB, so dass ich erst um ca.14 Uhr dieses Schild auf dem Jakobsweg entdeckte. 3 Stunden bis Rapperswil…. Das wird knapp bevor es dunkel wird ☹ und so versuchte ich das Tempo zu beschleunigen, was bei Eis und Schnee nicht gerade einfach war. Noch wichtiger war es auf dem richtigen Weg zu achten, denn im Dunklen im Wald herumirren, war echt nicht mein Plan..

 

Der Gedanke «Ich will vor Einbruch der Dunkelheit in Rapperswil sein.» trieb mich innerlich an. Ich kam an ein Gässchen, dass so schmal war, dass man dem Eis nicht ausweichen konnte. Langsam kamen ängstlich, zweifelnde Gedanken. Schaffe ich das? Im Dunkeln hätte ich auf so einem Weg keine Chance. Wumps und ich lag auf dem Eis. In der nächsten Minute stand ich schon wieder, rieb mir die Knie und ging weiter.

Mist- was war das denn? Nur ein Gedanke. Doch mit dem Gefühl der Angst gefüttert, wurde er in Sekundenschnelle zur Realität. Da spüre ich wieder mal am eigenen Leib, welche Macht unsere Gedanken auf unseren Körper haben.

 

Den restlichen Weg – schaffte ich problemlos. Es gab 2 Momente der Unsicherheit, wo ich nicht wusste, wo der Weg weitergeht. Dort wählte ich intuitiv den richtigen aus.

 

VERTRAUEN- immer wieder dieses Gefühl. Voller Dankbarkeit spüre ich, dass ich das trotz allen immer noch kann. Ich vertraue mir selbst immer mehr. Alles wird gut und hat seinen Grund, auch wenn ich den Sinn im Moment noch nicht erkenne. Daran glaube ich und so genoss ich die winterliche Landschaft, die erleuchteten Weihnachtsbäume und Lichter in den Gärten, die Freude beim ersten Blick auf Rapperswil und See.

der Weg...

Geschafft- der See ist in Sicht!

Nachdem die Kälte langsam meine Hosenbeine hochgekrochen war, gönnte ich mir im ersten Café das ich sah, eine Tasse heisse Schokolade. Anschliessend schlenderte ich noch ein wenig durch die Altstadt, obwohl mein Knie ein bisschen weh tat, meine Beine immer schwerer wurden.

 

Erschöpft, zufrieden, ein wenig stolz kam ich vorhin glücklich zu Hause an. Es hat sich gelohnt heute raus und an die Grenzen zu gehen. Neue Wege zu erleben.

 

Wie passend der Yogi Tee Weisheitsgedanke am Morgen war 😉

Eine Aufgabe des Lebens ist es, sich zu kennen, zu lieben und zu vertrauen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen von Herzen ein wunderschönes, fröhliches, lebendiges Neues Jahr 2018 mit vielen kleinen und grossen Wundern.

Christina

©lebeundlache Rapperswil

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